Viren - die unsichtbare Gefahr im Miniformat

09.03.2020 15:49

Viren sind äußerst klein und können doch zu einer tödlichen Gefahr werden. Der jährliche Grippeerreger oder der neuartige Coronavirus haben das bereits bewiesen. Mit einfachen Mitteln können Sie sich gezielt schützen und die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung deutlich verringern.

Winzige Erreger schwerer Krankheiten

Die meisten Viren sind deutlich kleiner als die menschlichen Körperzellen oder Bakterien. Ihre Größe liegt zwischen 22 bis 330 Nanometern. Bislang sind rund 3.000 Arten bekannt. Sie bestehen aus Proteinen, Nukleinsäuren und zum Teil aus einer Virushülle. Die infektiösen Partikel besitzen keinen eigenen Stoffwechsel und sind auf sogenannte Wirte angewiesen, um sich vermehren zu können. Einige befallen nur bestimmte Lebewesen, wie zum Beispiel Rinder, Schweine, oder auch nur Menschen. Da man Viren nicht mit bloßem Auge wahrnehmen kann, kann eine Übertragung vom Wirt leicht erfolgen. Ob in der Luft, in Flüssigkeiten oder an Feststoffen anhaftend, im Prinzip können sich die kleinen Krankheitserreger überall befinden. Dabei sind nicht alle Viren hochansteckend und lösen lebensbedrohliche Symptome aus. Viele Virusarten lassen sich mit dem körpereigenen Immunsystem abwehren, sofern dieses intakt arbeitet. Einen Schnupfen hat vermutlich jeder Mensch schon einmal überstanden, ohne die Zuhilfenahme von Medikamenten. Bei dem gefährlichen HIV-Virus oder dem SARS-Erreger sieht die Lage ganz anders aus. Das HIV-Virus bindet sich sogar in die Gene einer infizierten Person ein.

Übertragungsarten von Viren

Es existieren mehrere verschiedene Wege, über welche sich Viren auf einen neuen Wirt übertragen lassen. Bei einer Übertragung über die Atemwege werden die Erreger von infizierten Personen durch Niesen, Husten oder auch normales Sprechen verbreitet. In einem Tröpfchen gelangt der Erreger in Nase, Mund oder Augen des neuen Wirts und kann sich in den Zellen einnisten. Besonders gefährdet sind Personen, die sich im nahen Umfeld aufhalten. Besteht eine geringe Luftfeuchtigkeit, kann die Flüssigkeit des Tröpfchens verdunsten und der verbleibende Viruskern auch weiter entfernte Flächen erreichen. Die Kerne verbleiben aufgrund ihrer geringen Masse länger in der Luft und können einen Weg von bis zu zehn Metern zurücklegen. Grippeviren und der Coronavirus werden auf diese Art übertragen. Bei der fäkal-oralen Übertragung gelangt der Virus über die Exkremente einer infizierten Person in die Mundhöhle eines neuen Wirts. Mangelnde Hygiene nach dem Toilettengang, infizierter Kuhdung oder Fliegen gelten als Hauptverursacher dieser Übertragungsart. Hepatitis-A- und Novoviren verbreiten sich derartig. Einige Krankheitserreger wie das HIV-Virus können hingegen nur durch den Austausch von Körperflüssigkeiten auf andere Wirte übertragen werden. In der Regel ist ungeschützter sexueller Kontakt Auslöser einer Infektion. Auch die Verwendung von infizierten Blut bei medizinischen Eingriffen hat zu einer Verbreitung beigetragen.

Wirksame Schutzmaßnahmen gegen Viren

Damit ein Virus erst gar nicht in Ihren Körper gelangen und dort die Zellen befallen kann, sind einfache Maßnahmen zu empfehlen. Strenge Hygiene mindert das Risiko, sich zu infizieren oder den Erreger weiterzugeben. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist nicht nur nach dem Toilettengang Pflicht. Mit verschiedenen Mitteln aus dem Handel lassen sich zudem kritische Bereiche desinfizieren. Küche und Bad enthalten berüchtigte Keimträger. Lebensmittel wie Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr sorgfältig mit Wasser abgewaschen werden. Infizierter Kuhdung oder ungewaschene Hände von Mitarbeitern der Nahrungsbranche können Erreger auf der Schale hinterlassen haben. Bei sexuellem Kontakt sollte ein Kondom benutzt werden, vor allem wenn man kaum Kenntnisse über den Partner hat. Zu hustenden und niesenden Personen sollten Sie einen Mindestabstand von einem Meter lassen. Wer sichergehen will, lässt besser zehn Meter dazwischen. Als weitere Maßnahme kann eine Schutzmaske verwendet werden. Einen absoluten Schutz gegen Corona und Co. bieten diese jedoch nicht.

Quellen:
https://www.onmeda.de/krankheitserreger/viren.html
https://flexikon.doccheck.com/de/Virus


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