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Sonnenbaden & Sonnenschutz

06.06.2019 17:08

Echte Sonnenanbeter möchten im Sommer so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft verbringen. Auf der einen Seite ist es wichtig, Sonne zu tanken, denn der Körper kann dadurch das wertvolle Vitamin D bilden. Doch andererseits muss auf den optimalen Sonnenschutz geachtet werden, da die Gefahr eines Sonnenbrands besteht. Dieser kann selbst nach vielen Jahren noch zu Hautkrebs führen. Daher sollten Sie beim Sonnenbaden einige Regeln beachten.

Durch die Sonnenstrahlen wird das für den Körper wichtige Vitamin D gebildet

Schönes Wetter beeinflusst unsere Stimmung, Psyche und das Wohlbefinden positiv. Doch was viele nicht wissen: Die Sonne ist auch für unseren Körper unverzichtbar: Sie regt den Kreislauf und Stoffwechsel an und sorgt dafür, dass Vitamin D gebildet wird. Es spielt bei der Knochengesundheit, einem starken Immunsystem und vielen weiteren Prozessen eine wichtige Rolle. Sonne kann zudem Hautprobleme wie Neurodermitis, Akne, Ekzeme oder Schuppenflechte lindern. Ein Teil des täglichen Bedarfs an Vitamin D können Sie Ihrem Körper auch über die Nahrung zuführen. Enthalten ist es beispielsweise in Lachs und Leber. Doch dadurch können Sie in der Regel keine ausreichende Versorgung mit Vitamin D sicherstellen. Die Mehrheit wird unter dem Einfluss der Sonnenstrahlen gebildet. Von daher hat sie nicht nur eine wärmende und bräunende, sondern ebenso eine gesundheitsfördernde Wirkung. Doch zum Sonnenbaden gehört unbedingt ein ausreichender Sonnenschutz dazu.

Sonnenschutz ist sehr wichtig

Wenn Sie sich in die Sonne begeben, sollten Sie Ihre Haut mit einer Sonnencreme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor eincremen. Zudem empfiehlt es sich, nicht zu übertreiben, denn zu viel Sonne ist ungesund. Die zulässige Zeit hängt von der Strahlungsintensität sowie von Ihrem Hauttyp und der damit einhergehenden Eigenschutzzeit ab.

Es gibt folgende Hauttypen:

  • Blasse oder helle Haut mit vielen Sommersprossen, rötlichen oder hellblonden Haaren: Eigenschutzzeit beträgt nur fünf bis zehn Minuten, Haut wird schnell rot und schwerer Sonnenbrand ist möglich, hoher Lichtschutzfaktor von mindestens 20, Aufenthalt im Schatten oder Schutz durch Kleidung ratsam
  • Haut ist hell oder hellbraun mit einigen Sommersprossen, blonde bis braune Haare: Eigenschutzzeit 10 bis 20 Minuten, häufig schwerer Sonnenbrand, Lichtschutzfaktor von mindestens 14 empfehlenswert
  • Helle oder hellbraune Haut, aber kaum Sommersprossen, dunkelblonde bis braune Haare: Eigenschutzzeit 20 bis 30 Minuten, gute Bräunung und kaum Sonnenbrand, Lichtschutzfaktor sollte mindestens 8 betragen, anfangs gern höher
  • Haut ist braun bis olivfarben, keine Sommersprossen, dunkle bis schwarze Haare: Eigenschutzzeit etwa 40 Minuten, sehr gute dauerhafte Bräunung, kaum Sonnenbrand, zur Vermeidung einer trockenen Haut und frühzeitigen Hautalterung Lichtschutzfaktor von mindestens 4 empfehlenswert

Die Sonnencreme schützt Ihre Haut auch nach Ablauf des hauteigenen Schutzes vor der gefährlichen UV-Strahlung. Beim Lichtschutzfaktor 30 beispielsweise multiplizieren Sie die Eigenschutzzeit mit diesem Faktor. Bei zehn Minuten beträgt die maximale Aufenthaltsdauer in der Sonne somit 300 Minuten. Spätestens wenn sich Ihre Haut leicht rötet, ist sie nicht mehr in der Lage, sich selber vor der UV-Strahlung zu schützen. Dann ist es ratsam, in den Schatten zu gehen und Kleidung anzuziehen.

Übrigens: Auch im Schatten ist es wichtig, sich mit einem Sonnenschutzmittel einzucremen, denn auch hier können noch 80 bis 90 Prozent der Strahlen die Haut erreichen. Kinder sollten besonders gut geschützt werden, denn ihre Haut ist noch nicht an die Sonnenstrahlen gewöhnt. Dies heißt: Hoher Lichtschutzfaktor und ausreichender Schutz durch Kleidung und Sonnenhut.

Weitere Tipps zum Sonnenbaden

Haut schrittweise an die Sonne gewöhnen

Je nachdem, wie empfindlich Ihre Haut ist, sollten Sie diese langsam an das Sonnenbad gewöhnen, denn es ist für sie eine große Belastung. Insbesondere an den ersten Tagen ist es besser, sich im Schatten aufzuhalten.

Mittagssonne meiden

Von 11 bis 15 Uhr scheint die strahlungsintensive Mittagssonne. Sie steht dann am höchsten und die UV-Belastung ist für die Haut besonders stark. In dieser Zeit sollten Sie direkte Sonnenstrahlen vermeiden.

Genügend Sonnencreme verwenden und regelmäßiges Nachcremen

Ein optimaler Schutz liegt nur dann vor, wenn Sie genügend Creme auftragen. Auf der Haut sollte ein leichter weißer Film zu sehen sein. Das Sonnenschutzmittel muss bei vielen Produkten mindestens 20 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden. Es ist zudem wichtig, regelmäßig nachzucremen. Im Allgemeinen gilt: spätestens alle zwei Stunden. Unverzichtbar ist es nach dem Schwimmen oder Abtrocknen.

Nach dem Sonnenbaden Regeneration der Haut

Die Haut sollte im Anschluss mit einer speziellen After-Sun-Lotion verwöhnt werden. Ist es doch zu einem Sonnenbrand gekommen, helfen eine Quarkmaske oder ein Panthenolspray.

Zusammenfassung
Wenn die Sonne scheint, zieht es viele nach draußen. Daran ist grundsätzlich nichts verkehrt, wenn mit der Sonneneinstrahlung nicht übertrieben und an einen ausreichenden Sonnenschutz gedacht wird. Wenn Sie unbedingt schnell braun werden möchten, sollten Sie bedenken: Desto langsamer die Haut bräunt, umso lang anhaltender ist die Farbe.


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