Mückenschutz: Was wirklich gegen Mücken hilft
Kaum wird es abends wärmer, sind sie wieder da: Stechmücken. Beim Grillen auf der Terrasse, beim Camping, bei der Gartenarbeit oder nachts im Schlafzimmer können wenige Tiere ausreichen, um die Ruhe gründlich zu stören. Entsprechend groß ist die Auswahl an Mückenschutz - von Sprays und Lotionen über Moskitonetze bis zu ätherischen Ölen, Mückenspiralen und Lösungen für den Außenbereich.
Doch was hilft wirklich gegen Mücken?
Die Antwort ist weniger spektakulär als manche Werbeversprechen: Den zuverlässigsten Schutz bietet meist nicht ein einzelnes Produkt, sondern eine Kombination aus geeigneten Repellents, Kleidung und mechanischen Barrieren. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt davon ab, wo Sie sich aufhalten, wie lange Sie Schutz benötigen und wie hoch das Risiko für Mückenstiche ist.
Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie effektiver Mückenschutz funktioniert, welche Wirkstoffe gut untersucht sind, wo natürlicher Mückenschutz an seine Grenzen kommt und welche Maßnahmen sich für Wohnung, Garten, Terrasse, Camping und Reisen eignen.
Warum werden manche Menschen häufiger von Mücken gestochen?
Stechmücken orientieren sich unter anderem an Geruchssignalen des Menschen. Bestandteile unserer Atemluft und unseres Schweißes helfen ihnen dabei, potenzielle Wirte zu finden. Repellents setzen genau an diesem Orientierungssystem an: Sie beeinflussen beziehungsweise stören die Geruchswahrnehmung der Insekten und erschweren es ihnen dadurch, den Menschen als Ziel zu erkennen.
Das erklärt auch, warum einfache Patentrezepte selten zuverlässig funktionieren.
Ein einzelner Duft kann zwar Einfluss auf Mücken haben, bietet aber nicht automatisch denselben Schutz wie ein geprüftes Mückenschutzmittel. Gleichzeitig können Faktoren wie Körperwärme, Schweiß und ausgeatmetes Kohlendioxid dazu beitragen, dass einzelne Personen für Mücken besonders interessant sind.
Wer Mücken abwehren möchte, sollte deshalb weniger nach dem einen vermeintlichen Geheimtrick suchen und stärker auf eine Kombination verschiedener Schutzmaßnahmen setzen.
Was hilft wirklich gegen Mücken?
Ein wirksamer Mückenschutz besteht im Wesentlichen aus drei Ebenen:
- Mücken möglichst gar nicht an die Haut gelangen lassen
- Ungeschützte Haut mit einem geeigneten Repellent schützen
- Mücken aus Schlaf- und Aufenthaltsbereichen fernhalten
Lange Kleidung, Fliegengitter und Moskitonetze bilden dabei die mechanische Grundlage. Repellents schützen Körperstellen, die nicht durch Kleidung bedeckt werden können. Für Terrasse, Garten oder Camping können zusätzlich Lösungen für den unmittelbaren Aufenthaltsbereich sinnvoll sein.
Wichtig: Den einen „besten Mückenschutz“ für jede Situation gibt es nicht. Ein Abend auf dem heimischen Balkon stellt andere Anforderungen als eine mehrstündige Wanderung oder eine Reise in ein Gebiet mit durch Mücken übertragenen Krankheiten.
Repellent: Was bedeutet der Begriff eigentlich?
Ein Repellent ist ein Mittel, das Insekten abschreckt beziehungsweise auf Abstand hält.
Es geht also nicht darum, die Mücke zu töten. Stattdessen soll verhindert werden, dass sie auf der Haut landet und zusticht.
Repellents sind beispielsweise erhältlich als:
- Mückenschutz Spray
- Anti-Mücken-Spray
- Lotion
- Gel
- Roll-on
- Stift
Entscheidend ist nicht allein, ob auf einer Verpackung „Anti Mücken“, „Moskitospray“, „Insektenschutz Spray“ oder „Mückenmittel“ steht.
Wirklich relevant sind der enthaltene Wirkstoff, dessen Konzentration, die vorgesehene Anwendung und die angegebene Schutzdauer .
Welche Wirkstoffe schützen zuverlässig vor Mücken?
Zu den bekanntesten und am besten untersuchten Wirkstoffen in Mückenschutzmitteln zählen DEET, Icaridin und IR3535 . Sie unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich möglicher Schutzdauer, Materialverträglichkeit und Anwendungsbereich.
DEET
DEET gehört zu den besonders etablierten Repellent-Wirkstoffen und wird unter anderem auch bei Reisen in Gebiete mit hoher Mückenbelastung eingesetzt.
Die tatsächliche Schutzdauer hängt von der Konzentration und der Formulierung des jeweiligen Produktes ab.
Ein Nachteil von DEET ist seine Materialverträglichkeit. Der Wirkstoff kann bestimmte Kunststoffe und lackierte Oberflächen angreifen. Vorsicht ist deshalb beispielsweise bei Brillengestellen, Smartphones, Uhren oder bestimmten Kunststoffoberflächen sinnvoll.
Wie bei allen Repellents sollte die Anwendung exakt entsprechend der Produktkennzeichnung erfolgen.
Icaridin
Icaridin ist hinsichtlich der Mückenabwehr ebenfalls gut untersucht und wird häufig als Alternative zu DEET eingesetzt.
Es besitzt eine gute repellierende Wirkung und ist gegenüber vielen Kunststoffen weniger problematisch als DEET. Auch hier können jedoch Haut- oder Augenreizungen auftreten, weshalb die Anwendungshinweise des jeweiligen Produktes maßgeblich bleiben.
Gerade für den klassischen Outdoor Mückenschutz , beim Wandern, im Garten oder beim Camping ist Icaridin deshalb in vielen Produkten zu finden.
IR3535
IR3535, auch unter der Bezeichnung EBAAP bekannt, ist ein weiterer etablierter Wirkstoff für Insektenschutzmittel.
Er wird unter anderem aufgrund seiner vergleichsweise guten Haut- und Materialverträglichkeit eingesetzt. Die tatsächliche Schutzwirkung und Schutzdauer hängen auch hier vom konkreten Produkt und dessen Formulierung ab.
Welcher Wirkstoff für Sie sinnvoll ist, hängt deshalb nicht allein von möglichst langer Wirkdauer ab. Einsatzgebiet, Alter, Verträglichkeit und persönliche Anforderungen spielen ebenfalls eine Rolle.
| Wirkstoff | Charakteristik | Besonderheiten |
|---|---|---|
| DEET | Sehr gut untersuchter Repellent-Wirkstoff | Kann bestimmte Kunststoffe und Oberflächen angreifen |
| Icaridin | Gut untersuchter Wirkstoff für Alltag, Outdoor und Reisen | In der Regel materialverträglicher als DEET |
| IR3535 | Etablierter Wirkstoff in verschiedenen Insektenschutzmitteln | Vergleichsweise gute Haut- und Materialverträglichkeit |

Welcher Wirkstoff ist der beste Mückenschutz?
Für den normalen Alltag gibt es keine pauschale Rangliste nach dem Motto „Wirkstoff X ist immer der beste“.
Eine sinnvollere Orientierung liefert die konkrete Situation:
| Situation | Sinnvolle Schutzstrategie |
|---|---|
| Alltag, Garten und Terrasse | Bedeckende Kleidung und geeignetes Repellent nach Bedarf |
| Wandern und Outdoor | Repellent mit passender Schutzdauer plus bedeckende Kleidung |
| Camping | Repellent, Kleidung, Moskitonetz und geschützter Schlafbereich |
| Schlafzimmer | Fliegengitter und gegebenenfalls Moskitonetz |
| Reisen mit erhöhtem Infektionsrisiko | Besonders zuverlässiger, reisemedizinisch geeigneter Mückenschutz |
Vor allem bei Reisen in Regionen mit Malaria, Dengue oder anderen durch Mücken übertragenen Krankheiten geht es nicht mehr nur darum, juckende Stiche zu verhindern. In solchen Fällen sollte der Moskitoschutz anhand aktueller reisemedizinischer Empfehlungen und des konkreten Reiseziels ausgewählt werden.
Mückenschutz Spray richtig anwenden
Selbst ein hochwertiges Mückenschutz Spray kann nur zuverlässig funktionieren, wenn es richtig angewendet wird.
Grundsätzlich sollten alle unbedeckten Hautstellen entsprechend den Herstellerangaben behandelt werden. Augen, Mund, Schleimhäute sowie verletzte oder gereizte Haut sind auszusparen.
Wenn gleichzeitig Sonnenschutz verwendet wird, wird üblicherweise zuerst die Sonnencreme und anschließend das Repellent aufgetragen.
Mückenschutz richtig anwenden - kurz zusammengefasst:
- Unbedeckte Haut gleichmäßig behandeln
- Augen, Mund und Schleimhäute aussparen
- Herstellerangaben zur Dosierung beachten
- Angegebene Schutzdauer berücksichtigen
- Nach starkem Schwitzen oder Wasserkontakt Anwendungshinweise prüfen
- Bei Sonnenschutz zuerst Sonnencreme, anschließend Repellent verwenden
Mehr aufzutragen ist nicht automatisch besser. Gerade bei Insektenschutzmitteln sollte die Dosierung nicht nach Gefühl erhöht werden.
Mückenstiche vorbeugen: Kleidung ist ein wichtiger Teil des Schutzes
Mückenschutz beginnt nicht erst beim Spray.
Kleidung kann einen großen Teil der Haut mechanisch vor Stichen schützen. Empfehlenswert sind möglichst bedeckende Kleidungsstücke, die nicht extrem eng auf der Haut anliegen.
Gerade am Abend können lange Hosen, langärmelige Oberteile und geschlossene Schuhe die Zahl der frei zugänglichen Hautstellen deutlich reduzieren.
Helle Kleidung hat zusätzlich praktische Vorteile: Mücken lassen sich darauf leichter erkennen und sie passt gut zu einer kombinierten Outdoor-Schutzstrategie.
Für längere Aufenthalte im Freien existieren außerdem spezielle Produkte zur Behandlung von Textilien. Solche Mittel sollten ausschließlich auf Materialien und in einer Weise verwendet werden, die vom jeweiligen Hersteller vorgesehen ist.
Mückenschutz im Schlafzimmer und in der Wohnung
Beim Mückenschutz im Schlafzimmer ist die effektivste Strategie häufig erstaunlich unspektakulär: verhindern, dass die Tiere überhaupt hineinkommen.
Fliegengitter an Fenstern und Türen gehören deshalb zu den sinnvollsten mechanischen Maßnahmen. Ein Moskitonetz über dem Bett bietet zusätzlichen Schutz, wenn Fenster oder Türen nicht vollständig gesichert werden können.
Auch ein Ventilator kann an warmen Sommerabenden eine praktische Ergänzung darstellen. Luftbewegung erschwert Mücken den gezielten Anflug und verteilt Geruchssignale in unmittelbarer Umgebung stärker.
Für den Mückenschutz im Zimmer sind deshalb vor allem folgende Maßnahmen sinnvoll:
- Fliegengitter an Fenstern und Türen
- Moskitonetz bei Bedarf
- offene Türen und ungeschützte Fenster am Abend im Blick behalten
- Mücken vor dem Schlafengehen aus dem Raum entfernen
- Ventilator gegebenenfalls ergänzend einsetzen
Praxis-Tipp: Im Schlafzimmer sind mechanische Barrieren meist sinnvoller als eine möglichst intensive dauerhafte Beduftung des gesamten Raumes.
Mückenschutz für Terrasse und Garten
Auf Terrasse oder Balkon sieht die Situation anders aus. Hier lässt sich der gesamte Bereich kaum vollständig gegen Mücken abschirmen.
Sinnvoll ist deshalb eine Kombination aus persönlichem Hautschutz und geeigneten Lösungen für den unmittelbaren Aufenthaltsbereich.
Je nach Produkt und Zulassung können beispielsweise Mückenspiralen oder andere Outdoor-Systeme eingesetzt werden. Entscheidend ist immer, ob das jeweilige Produkt ausdrücklich für den geplanten Einsatzort vorgesehen ist.
Auch ein Ventilator kann auf einer geschützten Terrasse eine praktische Ergänzung darstellen.
Außerdem lohnt sich ein Blick in den Garten selbst. Stehendes Wasser bietet vielen Mückenarten geeignete Bedingungen zur Entwicklung.
Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig:
- Blumentopf-Untersetzer
- Eimer und offene Gefäße
- Gießkannen
- Planen und Abdeckungen mit Wasseransammlungen
- weitere kleine stehende Wasserstellen
Soweit sinnvoll, sollten solche Wasseransammlungen regelmäßig entleert oder abgedeckt werden.
Ein guter Mückenschutz für Garten und Terrasse beginnt also teilweise schon lange bevor die erste Mücke am Tisch auftaucht.
Mückenschutz beim Camping
Camping vereint gleich mehrere Faktoren: viel Zeit im Freien, Abendstunden draußen und häufig Standorte in der Nähe von Wald, Wiesen oder Gewässern.
Deshalb lohnt sich hier ein mehrstufiges Konzept.
Zur sinnvollen Ausrüstung für den Mückenschutz beim Camping gehören je nach Umgebung:
- geeignetes Repellent
- lange und möglichst helle Kleidung
- Moskitonetz
- Insektenschutz am Zelt oder Wohnmobil
- gegebenenfalls geeignetes Textilschutzmittel
- für den Außenbereich vorgesehene Mückenabwehr
Besonders wichtig ist, das Zelt nicht unnötig lange offen stehen zu lassen und vorhandene Moskitonetze beziehungsweise Insektengitter konsequent zu nutzen.
Bei mehrtägigen Touren sollten Sie außerdem genügend Mückenschutzmittel einplanen. Die tatsächliche Verbrauchsmenge hängt davon ab, wie viel Haut behandelt werden muss und wie häufig das Produkt entsprechend seiner Anleitung erneut aufgetragen wird.

Natürlicher Mückenschutz: Was funktioniert wirklich?
Bei kaum einem Thema kursieren so viele Hausmittel wie bei der Mückenabwehr.
Lavendel, Citronella, Eukalyptus, Pfefferminze, Rosmarin oder Geraniol werden regelmäßig als natürlicher Mückenschutz empfohlen.
Ein Teil dieser Pflanzenstoffe besitzt tatsächlich repellierende Eigenschaften. Das bedeutet jedoch nicht, dass einige Tropfen ätherisches Öl automatisch denselben zuverlässigen und lang anhaltenden Schutz bieten wie ein geprüftes Repellent.
Pflanzliche Duftstoffe können vergleichsweise schnell verdampfen. Dadurch kann ihre Schutzwirkung deutlich kürzer ausfallen.
Außerdem können auch natürliche Stoffe Hautreizungen, Schleimhautreizungen oder allergische Reaktionen verursachen.
Natürlich bedeutet nicht automatisch wirksamer oder verträglicher. Entscheidend sind der konkrete Wirkstoff, die Formulierung, die Dosierung und die vorgesehene Anwendung.
Eine besondere Stellung haben entsprechend formulierte Repellents auf Basis von PMD beziehungsweise Oil of Lemon Eucalyptus . Solche geprüften Formulierungen sollten jedoch nicht mit beliebigem ätherischem Eukalyptusöl oder selbst gemischten Duftölen gleichgesetzt werden.
Ätherische Öle gegen Mücken: sinnvoll oder überschätzt?
Ätherische Öle gegen Mücken können Bestandteil eines Schutzkonzeptes sein, sollten aber realistisch eingeordnet werden.
Zu den häufig genannten Duftstoffen gehören:
- Citronella
- Lavendel
- Eukalyptus
- Geraniol
- Pfefferminze
- Rosmarin
Als alleiniger Schutz bei längeren Aufenthalten, sehr hoher Mückendichte oder in Gebieten mit mückenübertragenen Erkrankungen sind einfache Duftanwendungen allerdings häufig keine ausreichend zuverlässige Strategie.
Ätherische Öle sollten außerdem nicht automatisch unverdünnt auf die Haut gegeben werden. Konzentrierte ätherische Öle können Hautreizungen und Sensibilisierungen verursachen.
Wer einen fertigen natürlichen Mückenschutz verwendet, sollte sich deshalb genauso an Altersfreigabe, Dosierung und Anwendungshinweise halten wie bei jedem anderen Repellent.
Mückenschutz bei Kindern
Bei Kindern ist besondere Aufmerksamkeit notwendig.
Nicht jedes Mückenschutzmittel ist für jedes Alter vorgesehen. Die konkrete Altersfreigabe und die Anwendungshinweise auf dem jeweiligen Produkt sind deshalb entscheidend.
Bei kleinen Kindern sollten zunächst mechanische Schutzmaßnahmen möglichst konsequent genutzt werden:
- lange, leichte Kleidung
- Fliegengitter
- Moskitonetz über Bett oder Kinderwagen
- möglichst mückenfreie Schlafräume
Repellents sollten von Erwachsenen aufgetragen werden. Hände kleiner Kinder werden dabei üblicherweise ausgespart, damit das Mittel nicht versehentlich in Augen oder Mund gelangt.
Auch bei pflanzlichen beziehungsweise ätherischen Produkten gelten Einschränkungen. Ein „natürliches“ Mückenspray ist nicht automatisch für Babys oder Kleinkinder geeignet.
Helfen Anti-Mücken-Armbänder?
Anti-Mücken-Armbänder mit Duftstoffen wirken auf den ersten Blick praktisch: anlegen und geschützt sein.
Das Problem ist jedoch die begrenzte Reichweite.
Ein Wirkstoff beziehungsweise Duftstoff am Handgelenk verteilt sich nicht automatisch so über den gesamten Körper, dass alle unbedeckten Hautstellen zuverlässig geschützt wären.
Als Ersatz für ein geeignetes Repellent sollten solche Armbänder deshalb nicht betrachtet werden.
Helfen Citronella-Kerzen und Mückenspiralen?
Produkte für den Aufenthaltsbereich funktionieren grundsätzlich anders als Hautrepellents.
Eine Citronella-Kerze oder Mückenspirale soll die unmittelbare Umgebung für Mücken weniger attraktiv machen. Die tatsächliche Wirkung hängt allerdings stark vom jeweiligen Produkt, Wirkstoff, Abstand und den Windverhältnissen ab.
Draußen verteilen sich Duft- und Wirkstoffe naturgemäß schnell.
Solche Produkte sind deshalb eher als Teil einer kombinierten Mückenabwehr für Terrasse, Garten oder Camping zu verstehen und nicht als unsichtbarer Schutzschild für mehrere Personen.
Mückenspiralen und andere glimmende Produkte sollten zudem ausschließlich entsprechend ihrer vorgesehenen Verwendung eingesetzt werden. Produkte für den Außenbereich gehören nicht automatisch in geschlossene Räume.
Mückenschutz kaufen: Worauf sollten Sie achten?
Wer Mückenschutz kaufen möchte, sollte nicht als Erstes nach dem größten Wirkversprechen auf der Verpackung suchen.
Wichtiger sind einige konkrete Fragen.
Wo möchten Sie den Mückenschutz einsetzen?
Für Haut, Kleidung, Schlafzimmer, Terrasse und Camping existieren unterschiedliche Lösungen.
Wie lange benötigen Sie Schutz?
Ein kurzer Gartenabend stellt andere Anforderungen als eine ganztägige Wanderung.
Welcher Wirkstoff ist enthalten?
Prüfen Sie, ob es sich beispielsweise um Icaridin, DEET, IR3535 oder einen pflanzenbasierten Wirkstoff handelt und ob dieser zu Ihrer geplanten Anwendung passt.
Für welches Alter ist das Produkt vorgesehen?
Besonders bei Kindern sollte die Altersfreigabe immer geprüft werden.
Wie häufig muss nachgetragen werden?
Die Schutzdauer ist produktabhängig. Verlassen Sie sich deshalb auf die konkrete Kennzeichnung und nicht auf pauschale Angaben zu einem Wirkstoff.
Ist das Mittel für Haut oder Textilien gedacht?
Textilschutz und Hautschutz sind nicht beliebig austauschbar. Verwenden Sie jedes Produkt ausschließlich für die dafür vorgesehene Anwendung.
Was ist nun der beste Mückenschutz?
Die entscheidende Erkenntnis lautet: Der beste Mückenschutz ist in vielen Situationen eine Kombination verschiedener Maßnahmen.
Für einen normalen Sommerabend in Deutschland kann das beispielsweise bedeuten:
Helle, bedeckende Kleidung + geeignetes Repellent auf freier Haut + Fliegengitter im Haus.
Beim Camping kommt ein Moskitonetz beziehungsweise ein gut geschütztes Zelt hinzu.
Auf der Terrasse kann eine geeignete Lösung für den Aufenthaltsbereich ergänzen.
Bei Reisen in Gebiete mit einem erhöhten Risiko durch mückenübertragene Krankheiten sollte dagegen ein besonders zuverlässiger, auf das Reiseziel abgestimmter Schutz gewählt werden.
Die Stärke liegt also nicht darin, möglichst viele Anti-Mücken-Produkte gleichzeitig einzusetzen, sondern die richtigen Maßnahmen sinnvoll miteinander zu kombinieren.
Häufige Fragen zu Mückenschutz
Was hilft wirklich gegen Mücken?
Besonders sinnvoll ist eine Kombination aus bedeckender Kleidung, mechanischen Barrieren wie Fliegen- oder Moskitonetzen und einem geeigneten Repellent auf ungeschützter Haut. Welche Strategie am besten passt, hängt vom Aufenthaltsort und der jeweiligen Situation ab.
Welches Mückenschutzmittel wirkt am besten?
DEET und Icaridin gehören zu den besonders gut untersuchten Repellent-Wirkstoffen. Auch IR3535 wird häufig eingesetzt. Welcher Wirkstoff am besten passt, hängt unter anderem von Anwendung, Schutzdauer, Alter und persönlicher Verträglichkeit ab.
Was ist ein Repellent?
Ein Repellent ist ein Mittel, das Mücken und andere Insekten abschreckt beziehungsweise ihre Orientierung zum Menschen stört. Dadurch soll verhindert werden, dass die Tiere auf der Haut landen und stechen.
Hilft natürlicher Mückenschutz?
Einige pflanzliche Stoffe besitzen repellierende Eigenschaften. Viele einfache ätherische Öle wirken jedoch vergleichsweise kurz und sollten nicht automatisch mit einem geprüften Mückenschutzmittel gleichgesetzt werden.
Welche ätherischen Öle werden gegen Mücken eingesetzt?
Häufig genannt werden unter anderem Citronella, Lavendel, Eukalyptus, Geraniol, Pfefferminze und Rosmarin. Die Schutzwirkung einfacher Duftanwendungen ist jedoch begrenzt und stark von Konzentration und Anwendung abhängig.
Was hilft gegen Mücken im Schlafzimmer?
Fliegengitter an Fenstern und Türen sowie gegebenenfalls ein Moskitonetz gehören zu den sinnvollsten Maßnahmen. Ein Ventilator kann zusätzlich eingesetzt werden, ersetzt diese mechanischen Barrieren aber nicht.
Welcher Mückenschutz eignet sich fürs Camping?
Beim Camping empfiehlt sich eine Kombination aus geeignetem Repellent, bedeckender Kleidung, Moskitonetz beziehungsweise Insektenschutz am Zelt und gegebenenfalls zusätzlichen Outdoor-Lösungen.
Muss Mückenspray nach dem Baden erneut aufgetragen werden?
Wasser, Abtrocknen und starkes Schwitzen können die Schutzwirkung beeinflussen. Ob und wann erneut aufgetragen werden muss, richtet sich nach den Angaben des jeweiligen Produktes.
Sind natürliche Mückenmittel automatisch besser verträglich?
Nein. Auch pflanzliche Wirkstoffe und ätherische Öle können Haut- und Schleimhautreizungen oder allergische Reaktionen verursachen. „Natürlich“ ist deshalb kein Synonym für „risikofrei“.
Effektiver Mückenschutz beginnt mit der richtigen Kombination
Mückenabwehr muss nicht kompliziert sein.
Statt auf einzelne vermeintliche Wunderlösungen zu setzen, lohnt sich ein systematischer Ansatz: Mücken möglichst aus Wohn- und Schlafräumen fernhalten, Haut durch Kleidung schützen und freie Körperstellen bei Bedarf mit einem passenden Repellent behandeln.
Für Terrasse, Garten und Camping können zusätzliche Outdoor-Lösungen sinnvoll sein. Ätherische Öle und andere natürliche Ansätze können das Konzept ergänzen, sollten hinsichtlich ihrer Schutzwirkung jedoch realistisch eingeschätzt werden.
Besonders wichtig ist, den Mückenschutz an die jeweilige Situation anzupassen. Ein entspannter Sommerabend im eigenen Garten ist etwas anderes als eine Reise in ein Gebiet, in dem Mücken Krankheiten übertragen können.
Wenn Sie Wirkstoff, Einsatzort und Anwendung sinnvoll aufeinander abstimmen, lässt sich die Zahl der Mückenstiche deutlich reduzieren - ohne dafür jeden vermeintlichen Anti-Mücken-Trick ausprobieren zu müssen.
