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Manuka Honig - Löffel für Löffel lecker

13.11.2019 12:33

Heutzutage interessieren sich immer mehr Menschen für Naturheilmittel, denn das Misstrauen gegenüber der Chemie wächst. Kennen Sie bereits den Manuka Honig? Falls nein, wird es Zeit dafür, denn er soll beispielsweise bei der Wundheilung unterstützen und ist nicht nur lecker, sondern auch gesund.

Was ist Manuka Honig und woher stammt er?
Manuka Honig wird von Bienen aus dem Blütennektar des Manuka-Baumes hergestellt. Diese Pflanze nennt sich auch Südseemyrte und ist verwandt mit dem australischen Teebaum, aus dem Teebaumöl hergestellt wird. Der buschartige Baum wird etwa vier Meter hoch und hat dornenartige Blätter. In seiner Heimat ist er bekannt für sein schnelles Wachstum sowie die robusten, bescheidenen Eigenschaften.

In freier Natur wächst der Manuka-Baum in Neuseeland und im Südosten von Australien. Heute wird er allerdings auch professionell auf Plantagen angebaut, damit er als medizinisches Heilmittel oder als Bestandteil von Kosmetikprodukten zur Hautpflege verwendet werden kann.

Es gibt verschiedene Sorten von Manuka Honig. Sie unterscheiden sich größtenteils dadurch, wie viel Wirkstoff in dem Honig enthalten ist. Dabei schmeckt der Honig deutlich herber, wenn der Wirkstoff stärker konzentriert ist. Das ist besonders gut für Menschen, die zu süße Lebensmittel nicht mögen. Es gibt aber selbstverständlich auch süßere Varianten, die toll als Brotaufstrich genutzt werden oder mit Quark und Joghurt vermischt werden können.

Die lange Geschichte des Manuka Honigs
Den Ureinwohnern in Neuseeland, den Maori, scheint die antibakterielle Wirkung des Manuka-Baumes schon lange klar zu sein. Bereits seit vielen Jahrhunderten nutzen sie diese Pflanze als traditionelles Heilmittel - sie stellen jedoch keinen Honig daraus her.

Stattdessen verwenden die Maori Auszüge aus den Blättern und der Rinde des Manuka-Baumes. Diese Auszüge werden auf Wunden und Entzündungen aufgetragen und sollen nicht nur zur Desinfektion der Wunde, sondern auch zu einer schnelleren Abheilung beitragen. Innerlich, also zum Essen beziehungsweise Trinken, werden die Auszüge bei Erkältungen oder Infektionen angewandt. Das ist besonders im Winter wichtig, wenn das Erkältungsrisiko steigt.

Zu Honig wird die Manuka-Pflanze erst seit wenigen hundert Jahren verarbeitet. Im frühen 20. Jahrhundert begannen australische und neuseeländische Farmer, ihre Rinder mit Manuka Honig zu füttern: das sollte sie gegen Krankheiten stärken. In unseren Breiten gab es lange große Zweifel an der Wirksamkeit des Honigs, wie es bei vielen Naturheilmitteln der Fall ist. Schließlich widmete sich jedoch die Wissenschaft, wie z.B. das Institut für Lebensmittelchemie der TU Dresden, der Manuka-Pflanze und konnte positive Effekte feststellen.

Eigenschaften und Sorten von Manuka Honig
Manuka Honig unterscheidet sich von anderen Honigsorten bereits in der Farbe. Statt hellgelb ist er eher dunkel und beinahe goldbraun. Er zeichnet sich außerdem durch einen schweren, süßen Geruch aus, der beinahe etwas an Zedern erinnert. Die Konsistenz ist cremig und sehr zäh, womit der Manuka Honig eher geschmolzenem Karamell ähnelt als dem herkömmlichen Blütenhonig aus dem Supermarkt.

Die verschiedenen Sorten des Manuka Honigs werden durch die Konzentration des Wirkstoffes unterschieden. Dieser ist auf dem Behälter meist als MGO angegeben und äußerst gesund. Auch in anderen Honigarten ist MGO zu finden, allerdings nur in kaum spürbaren Mengen. Je höher die Zahl auf dem Behälter ist, desto herber schmeckt der Honig. Die Angabe "MGO 100" eignet sich also besser für Naschkatzen als "MGO 400". So findet jeder die Sorte Manuka Honig, die ihm am besten gefällt und seinen Bedürfnissen entspricht.


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